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Das imaginäre Ich

Subjekt und Identität in Ingeborg Bachmanns Roman «Malina» und Jacques Lacans Sprachtheorie

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Saskia Schottelius

Thema des Romans «Malina» von Ingeborg Bachmann ist die Sprache: ihre Gesetze und Normen, Möglichkeiten und Unmöglichkeiten des Ausdrucks - von der Liebesmelodie bis zum Sprachmord... dies alles wird nicht beschrieben, sondern realisiert! Die Auseinandersetzung des Ichs mit der Macht der symbolischen Ordnung illustriert die Unterwerfung des Subjekts unter «herrschende» Sprachformen - ganz im Sinne von Jacques Lacans Theorie des «großen Anderen». Erst an der Grenze des Sagbaren und mit dem buchstäblichen Verschwinden des Subjekts im Text eröffnet sich eine andere Dimension des Ausdrucks: in Textstruktur und Sprachrhythmus, in Klang, Musik und im Schweigen.
Aus dem Inhalt: Selbstreflexion als Fiktion - Das unendliche Sprechen - Transformationen im Text - Der Diskurs des Unbewußten - Die Ordnung des Anderen und die Dimension des Weiblichen - Das Verschwinden des Subjekts.