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Bauern und Bürger

Die traditionale Inszenierung einer bäuerlichen Moderne im literarischen Werk Jeremias Gotthelfs

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Klaus Jarchow

Gotthelf ist kein naiver Epiker oder «Schweizer Homer», der im Einklang mit den Traditionen und Werten seiner Bauern lebt und schreibt. Er ist ein Politiker in der Literatur, ein Parteigänger des Schweizer Honoratioren-Liberalismus, der in ideologischer Absicht volksaufklärerisches Gedankengut zitiert. Der altliberalen Partei dient Gotthelf, indem er neue Traditionen für das Volk erfindet. Die Gegner seiner Polemik sind nicht abstrakt, es handelt sich weder um «Atheismus», noch um «Kapitalismus» oder «Moderne» - es sind die Bauern selbst, die sich in einer radikaldemokratischen Partei formieren, welche die Privilegien der Bürger bedroht.
Aus dem Inhalt: U.a. Gotthelf als Volksschriftsteller - Volksaufklärung in ihrem Verhältnis zu Religion, Tradition, Emotion und sozialer Situation - Romananalysen.