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Republik und Mischverfassung- zur Staatsformenlehre der Federalist Papers

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Harald von Bose

In den Federalist Papers von 1787/88 kommentieren Alexander Hamilton, James Madison und John Jay die Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika und bezeichnen das neue Staatswesen als «ungemischte Republik». Der Verfasser untersucht dieses Staatsformenverständnis unter Heranziehung damaliger Vorbilder in Antike und Aufklärung. Der Republikbegriff der Federalist Papers bedeutet repräsentative Demokratie auf grossem Staatsgebiet. Die Bundes-Republik der Vereinigten Staaten ist zwar eine ungemischte, d.h. rein volkssouverän ausgerichtete Staatsform, stellt sich aber in der Gewaltenmischung von Präsident, Senat und Repräsentantenhaus als eine Fortsetzung der alten Idee der Mischverfassung dar. Republikanisches Gedankengut findet sich zudem im Verständnis von Tugend und Rechtsstaat.
Aus dem Inhalt: Entstehung der Federalist Papers - «unmixed republic» - Ideengeschichtlicher Horizont - Republik als repräsentative Demokratie - Treuhand und Amtsgedanke - Gewaltenmischung - Tugend durch Wahlaristokratie - Rechtsstaat - Bundes-Republik statt Staatenbund.