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Von der Zwangsjacke zur Fördergruppe: Geistig Behinderte in der Geschichte der Psychiatrie

Medizinhistorische Untersuchung über das sich wandelnde Krankheitsverständnis anhand von Psychiatrielehrbüchern ab 1850

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Friedrich Hauss

Anhand der maßgeblichen Lehrbücher der Psychiatrie unter Berücksichtigung der angrenzenden Fachrichtungen wie der Pädiatrie, der Heilpädagogik und der Soziologie werden die wissenschaftliche Lehre über die Geistige Behinderung und ihre Diskussion in der Öffentlichkeit seit 1850 dargelegt.
Die zunehmende Aufklärung der Krankheitsursachen mit naturwissenschaftlich-experimentellen Methoden provozierte auf der einen Seite den wachsenden Zweifel an der Heilbarkeit der Krankheit, auf der anderen Seite den Anspruch wie die Hoffnung der Kranken auf Hilfe; aus diesem Dilemma gingen wechselvolle Initiativen hervor, die ebenso für wie gegen die geistig Behinderten Stellung bezogen. Die Untersuchung dieser vielfältigen Bewegungen im Zusammenhang mit der Ausbildung sozialethischer Bewertungskriterien steht im Mittelpunkt der Arbeit.
Aus dem Inhalt: U.a. Beschreibung und Behandlung geistig Behinderter in der deutschen Psychiatrie - Lehrbücher von Damerow, Griesinger, Krafft-Ebing, Kraepelin, Hoche, Bumke, Bleuler u.a. - Berichte aus den Anstalten - Heilpädagogische Ansätze.