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Mehr Raum als sonst

Zum gelebten Raum im Werk Franz Kafkas

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Bettina Küter

Franz Kafkas Romane sind Raumromane. Endlose Flure, ins Unendliche fortwachsende Treppen, unverhofft sich öffnende Türen und starre Blicke durch Gucklöcher und Ritzen - diese unter dem Schlagwort 'kafkaesk' berühmt gewordenen Räume Kafkas werden in der vorliegenden Arbeit nicht wie bisher auf ihre Symbolhaftigkeit hin untersucht, sondern phänomenologisch als personaler Erlebniswert interpretiert. Vor dem Hintergrund des dynamischen Verhältnisses von Subjektivität und Raum zeigt sich, daß der Raum bei Kafka mehr ist als die Kulisse des Geschehens - er trägt selbst zu dem Geschehen bei. Raum und Raumwahrnehmung sind bei Kafka die eigentlichen Helden.
Aus dem Inhalt: Der Raum in phänomenologischer Sicht - Josef K. bei Titorelli - Einfluß aus der Ferne - Der Raum der Blicke - Das Geschenk des Eintritts - Öffnungen der Hoffnung.