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«Der tageliet maneger gern sanc»

Das deutsche Tagelied des 13. Jahrhunderts- Versuch einer gattungsorientierten intertextuellen Analyse

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Ioana Beloiu-Wehn

Das Tagelied, vielleicht das internationalste Genre überhaupt, scheint sich im 13. Jahrhundert in Deutschland einer außerordentlichen Beliebtheit erfreut zu haben: über hundert Lieder gibt es, gegenüber 18 in der provenzalischen und fünf in der altfranzösischen Überlieferung. Die intertextuelle Analyse versucht diese Beliebtheit zu ergründen, indem sie das Tagelied im 13. Jahrhundert als Produkt einer offenen Interaktion beschreibt und deutet. Die Kontrastierung hat nicht nur das Abgrenzen der Gattung zum Zweck, sondern vielmehr das Aufspüren des Verhältnisses, in dem es zu anderen Genres steht.
Aus dem Inhalt: Gattungsproblematik - Gattungsbewußtsein als epochengenerierendes Moment in der Literatur - Intertextualität des Tagelieds im 13. Jahrhundert - Kontamination und Variation - Registertheorie und Implikativität der registralen Interferenzen.