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Liebe im Widerstreit

Interpretationen zu Ovids "Amores</I> und ihrem literarischen Hintergrund

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Meike Keul-Deutscher

Die Amores des Ovid waren schon immer, gemessen an den Vorgängern, dem Vorurteil der Epigonenhaftigkeit und der mangelnden Originalität ausgesetzt. Man hat zwar umzudenken begonnen, aber noch keineswegs einen Standort erreicht, von dem aus eine gemäße Würdigung erkennbar wird. In der vorliegenden Studie soll diese Würdigung anhand einer Thematik geleistet werden, die nicht nur mitten hinein in die Amores des Ovid führt, sondern wegen ihrer grundsätzlichen Natur den gesamten Hintergrund der römischen Liebesdichtung entfalter: Liebe im Widerstreit. Auf drei Wegen wird die Behandlung dieses Sujets analysiert und der Nachweis der Originalität Ovids geführt: anhand einer eingehenden Interpretation von am. 3,11, dem Höhepunkt der lyrischen Gestaltung von 'odi et amo', anhand der Betrachtung anderer Amores, die diesem Themenkreis angehören, sowie der Untersuchung der entsprechenden Vorgängergedichte.
Aus dem Inhalt: Detaillierte Interpretation von Ovid am. 3,11 - Die Frage von Einheit oder Trennung von am. 3,11 in Zusammenhang mit einem neuen Ansatz zur Klärung dieser Frage - Die Behandlung der Thematik 'Liebe im Widerstreit' mittels eines Gedichtzyklus innerhalb der Amores - 'Liebe im Widerstreit' bei Catull, Tibull, Properz, Horaz und die Entwicklung des Themas bis zu Ovid - Die Originalität Ovids.