Show Less
Restricted access

Poesie und Revolution im Werk Edward Bonds

Die Lyriker-Viten John Clares und Matsuo Bashos als Prolegomena einer sozialistischen Gattungsutopie

Series:

Kurt Herget

Unter den zahlreichen britischen Dramatikern der Gegenwart, die im deutschen Sprachraum mit besonderer Aufmerksamkeit rezipiert werden, nimmt Edward Bond eine Vorrangstellung ein. Vor allem sein Frühwerk, das in Großbritannien starken Anfeindungen ausgesetzt war, erwies sich auf deutschen Bühnen als wirkungsstark. Mit Beginn der achtziger Jahre erfährt Bonds Werk eine immer stringenter werdende marxistische Färbung und wird als Versuch der schrittweisen Verwirklichung einer marxistischen Kunsttheorie lesbar. Bonds Dramenkonzeption verbindet Epik und Lyrik im Drama, das als Einheitsgattung sich der Form des public soliloquy bedient. In diesem Kollektiv-Monolog artikulieren sich sodann die Repräsentanten der im Bondschen Werk stets mitimplizierten Gesellschaftsutopie.
Aus dem Inhalt: Vita und Werk John Clares - Die Clare-Rezeption; romantisches Ich-Konzept und Clares Wahnsinn: ein epochales Problem - Clare im Prisma der Dichtung E. Bonds - Die Basho-Thematik: Matsuo Basho als Romantik-Äquivalent - Bonds sozialistische Gattungsutopie.