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Migranten als Minorität im Spiegel der Presse

Eine Längsschnittuntersuchung der Berichterstattung von Stern, Quick und Spiegel in den Jahren 1960 bis 1982

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Georgios N. Galanis

Die Organisation des politischen Meinungsbildungsprozesses wird zunehmend von den Massenmedien verwaltet. Als Schrittmacher für diese umfassende Entwicklung scheinen besonders Themen prädestiniert zu sein, die die Möglichkeit bieten, archaische Ängste durch Rationalisierung zu überwinden. Ein Beispiel hierfür ist die allgegenwärtige Furcht vor dem «Fremden», deren Thematisierung in den Massenmedien in dieser Arbeit anhand der Darstellung von Migranten in ausgewählten Publikumszeitschriften untersucht wird. Basis der Untersuchung sind psychologische und soziologische Theorien der Vorurteilsforschung sowie Erklärungsansätze zur Sozialisationsfunktion von Massenmedien. Es wird ein Kommunikationsmodell entwickelt, das die Grundlage für die im empirischen Teil - differenziert nach formalen und inhaltlichen Kriterien - sowohl auf sprachlicher als auch auf bildlicher Ebene durchgeführte inhaltsanalytische Langzeitdokumentation des massenmedialen Umgangs mit dem Erscheinungsbild des Migranten darstellt.
Als lückenlose Verlaufsanalyse konzipiert, geht diese vom Forschungsansatz her bisher einmalige Studie insbesondere der Frage nach, welche Zusammenhänge zwischen den Veränderungen der sozioökonomischen Bedingungen und den Darstellungsstrategien der behandelten Thematik bestehen.
Aus dem Inhalt: Migranten in der Industriegesellschaft - Zur gesellschaftlichen Funktion von Massenmedien - Zum Stand der Forschung über das Ausländerbild in den deutschen Massenmedien - Untersuchungsmaterial und Methode - Inhaltsanalytische Forschungsmethoden.