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Europäischer Terraingewinn in Schwarzafrika

Das Verhältnis von Presse und Verwaltung in sechs Kolonien Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens von 1894 bis 1914

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Andreas Osterhaus

Nach der Berliner Konferenz (1884/85) teilten die europäischen Großmächte den Schwarzen Kontinent untereinander auf. Noch während sie sich im Inneren Afrikas kriegerisch der Beute versicherten, bauten sie von der Küste her ein neues Zivilisationsgefüge auf. Seit den 1890er Jahren wurden in allen hier ausgewählten Territorien (Guinea, Goldküste, Deutsch-Südwest, Madagaskar, Deutsch-Ost, Kenya) Kolonialzeitungen herausgegeben. Die Untersuchung erfaßt den Einfluß der Öffentlichkeit auf die Entscheidungen der Kolonialverwaltung. In Nahaufnahmen werden aussagekräftige Episoden aus der kolonialen Situation neu interpretiert, u.a. die Annexion Madagaskars (1894/96), die Verdrängung der Masai aus dem Rift Valley, die Ausschaltung der islamischen Herrscher im Futa-Djalon, der Streit um die Diamantengewinne in der Wüste Namib, die Ausbeutung der Goldvorkommen im Stammesland von Fante/Asante und die Ursachen des Maji-Maji-Aufstandes (1905/6).
Aus dem Inhalt: Die ersten Kolonial-Jahrzehnte in Schwarzafrika - Kriegszüge, Landnahme, finanzielle Transaktionen und ihre Umsetzung in der Öffentlichkeit - Die Machtentfaltung der europäischen Zivilisation und einige der hochkarätigen Intrigen, mit denen sie verschleiert wurde.