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Johann Wilhelm Ludwig Gleim und seine Freundschaften oder Der Weg nach Arkadien

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Beat Hanselmann

1768 veröffentlichten der deutsche Anakreon und Allerweltsfreund Gleim und J.G. Jacobi ihre zärtlichen und tändelnden Briefe. Was sich auf den ersten Blick als Übersteigerung von Empfindsamkeit und Freundschaftskult zu präsentieren scheint, erweist sich bei näherer Betrachtung als raffinierte Methode der Realitätsflucht: Gleim und Jacobi erfinden eine spezielle Form von Männerfreundschaft und benutzen sie, um sich der Arbeit, sozialen Ungerechtigkeiten oder einfach dem alltäglichen Einerlei zu entziehen. Diese Freundschaft, als Gesellschaftsspiel betrieben und richtig gehandhabt, versetzt die Teilnehmer bereits im Leben nach Arkadien und ins Goldene Zeitalter.
Aus dem Inhalt: Freundschaft als Gesellschaftsspiel - Literarisiertes Leben - Spalding, Ramler, Kleist und Gleim - Der Streit um Michaelis' «Pastor Amor» und Wielands Reaktion - Goethes «Flieh, Täubchen, flieh¿» - Zwei Originalbriefe Jacobis.