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Theatergeschichte und Theatersemiotik

Die Bedeutung Victorien Sardous für die Entwicklung des modernen Regietheaters

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Sigrid Mahsberg

Theatersemiotik als systematische Deskriptionsmethode ist ein Bindeglied zwischen Literatur- und Theaterwissenschaft. Sie betont die enge Verknüpfung zwischen dramatischer Textvorlage, Regietext und Aufführungstext und führt so zu einer umfassenden und differenzierten Neubeurteilung der Theatergeschichte. Victorien Sardou (1831-1908), einst erfolgreicher, heute jedoch weitgehend unbekannter Theaterautor, entpuppt sich, sobald man sein literarisches Schaffen im Kontext der praktischen Theaterarbeit betrachtet, als ein Wegbereiter für das moderne Regietheater. Ausgangspunkt der auf breiter Quellenbasis durchgeführten Analyse seiner Werke bildet ein dreiphasiges Gesamtmodell der Theaterkommunikation und das Schema der verwendeten Codes und Kanäle.
Aus dem Inhalt: Gesamtmodell der Theaterkommunikation als integrale Übersetzungsleistung - Sardou als praxisorientierter Dramatiker und «moderner» Regisseur - Repertoire der Codes und Kanäle als dynamisches System.