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Die Karriere des «Robinson Crusoe» vom literarischen zum pädagogischen Helden

Eine literaturwissenschaftliche Untersuchung des «Robinson» Defoes und der «Robinson»-Adaptionen von Campe und Forster

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Angelika Reinhard

Mit der Methode der textkritischen Rekonstruktion, einem ideologiekritischen Verfahren, werden drei Robinson-Texte bzw. Adaptionen auf ihre Literarizität hin untersucht. Ausgehend vom Hegelschen Ästhetikbegriff ist in allen drei Texten eine wesentlich moralisch-ideologische Textaussage - jenseits der literarischen - festzuhalten: Die Inselkonstruktion wird zur Darstellung vermeintlicher Natürlichkeit des christlichen Glaubens benutzt ebenso wie zum Nachweis angeblicher Erfüllung von in gesellschaftlicher Hierarchie lebenden Menschen oder gar zum Lob des Werts von Literatur an sich, deren Inhalt sich dann in der Reproduktion vorhandener Moralität erschöpfen soll.
Aus dem Inhalt: Daniel Defoes Robinson Crusoe (1719): Die schöne Fiktion vom Nutzen der erzwungenen Tugend - J. H. Campes Robinson der Jüngere (1779): Aufklärung und Lebenshilfe für die junge Generation durch literarische Fiktion - F. Forster Robinson soll nicht sterben (1954): das Märchen von der Güte und Macht der freien künstlerischen Phantasie.