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Franz Innerhofer und Josef Winkler

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Rainer Fribolin

Bäuerliche Kindheit wird gewöhnlich mit schlichtem, aber sorgenfreiem Dasein in intakter natürlicher und sozialer Umwelt gleichgesetzt. Die Untersuchung geht der Frage nach, ob und inwieweit auch den authentisch bäuerlichen autobiographischen Kindheitsdarstellungen diese Voraussetzung zugrunde liegt. Dazu wird erstmals die Tradition deutschsprachiger bäuerlicher Kindheitsautobiographik aufgearbeitet und typologisiert. Darauf aufbauend werden die Kindheitserinnerungen der zeitgenössischen Autoren F. Innerhofer und J. Winkler vorgestellt und interpretiert. Es zeigt sich, dass der Mythos vom ländlichen Kindheitsparadies hier endgültig der Kritik unterzogen und destruiert wird. Die Werke dieser Autoren erweisen sich inhaltlich wie formal als Meilensteine ihrer Gattung.
Aus dem Inhalt: U.a. Sachliche Berichte - Verklärung und Mythisierung - Kindheitsschrecknisse - Herrschaft und Knechtschaft, Vater und Sohn - Arbeit und Natur - «Schöne Tage» als sozialer Roman - Gottesfurcht - Winklers Werke als schwarze Messe.