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Der "Echtermeyer (1836-1981) - eine Gedichtanthologie für den Gebrauch in höheren Schulen

Darstellung und Auswertung seiner Geschichte im literatur- und kulturhistorischen Kontext

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Elisabeth Katharina Paefgen

Die 1836 von Theodor Echtermeyer erstmals herausgegebene Gedichtsammlung für den Gebrauch in 'gelehrten Schulen' ist die einzige Anthologie jener Zeit, die heute noch existiert und weiterhin Neuauflagen erlebt. Der wechselnde poetische Inhalt des Echtermeyer, der im Verlauf dieser langen Geschichte zahlreiche Modifikationen erlebt hat, steht im Mittelpunkt der vorliegenden Untersuchung. Dabei wird insbesondere der Frage nachgegangen, ob sich eine spezifische lyrische Charakteristik dieser Anthologie herausarbeiten läßt, die ihre erstaunliche Überlebensfähigkeit begründen könnte. Die Analyse der zahlreichen Gedichte, die Inhalt der Sammlung waren, ergab die Notwendigkeit, deutschdidaktische, literatur- und kulturgeschichtliche sowie kanon- und wertungsorientierte Forschungen miteinzubeziehen. Die Untersuchung gelangt so zu dem Ergebnis, daß der Echtermeyer in den weitaus meisten Phasen seiner Existenz nach ästhetisch konservativ-konventionellen Maßstäben zusammengestellt wurde, ein Moment, das die Dauer seiner Existenz vielleicht zu erklären vermag.
Aus dem Inhalt: «Den Schüler (...) in die geistige Welt seines Volkes einzuführen» - Die Symbiose von Trivialität und politischer Dichtung. Uhland - Goethe - Schiller - Geibel: Volkstümlichkeit - Klassik - Nationales. Naturlyrik im Echtermeyer. Kanonisierungsprozesse.