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Melancholie und Melancholiekritik im England des 18. Jahrhunderts

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Ute Mohr and Universität Münster

Melancholie wurde im England des 18. Jahrhunderts nicht ausschließlich als «Britannia's bitter bane» erlebt. Die interdisziplinär angelegte Untersuchung erschließt vielmehr ein gegenstrebiges Gefüge von Apologie und Kritik, indem sie das medizinische, populäre, religiöse und literarische Melancholieverständnis des Zeitalters beleuchtet. Dabei wird die paradoxe Ambivalenz von «Melancholie» deutlich, die es möglich machte, in ihr nicht nur eine Krankheit, Untugend, Sünde oder Feindin der Vernunft zu sehen, sondern auch eine heterodoxe Denkhaltung von aufklärerischer Kraft, die bestehende Denkverbote unterlief.
Aus dem Inhalt: Melancholie und Medizin - Melancholie in der öffentlichen Kritik - Melancholie und Religion - Melancholie in der Religionskritik - Melancholie und Poesie - Einzeluntersuchungen zu Samuel Johnson, James Boswell, Edward Young.