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Der Bund Deutscher Mädel

Ein Beitrag über die außerschulische Mädchenerziehung im Nationalsozialismus

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Gabriele Kinz

Im Dritten Reich wurde der Staat zur obersten Sozialisationsinstanz schlechthin und damit zum Träger des nationalsozialistischen Alltagslebens, in dem die Menschen einem ständigen Sozialisationsprozeß ausgeliefert waren. Über ihn vermittelten sich bestimmte Regeln und Normen, Denk- und Verhaltensmuster, die für die nationalsozialistische Weltanschauung charakteristisch waren. Die Verfasserin stellt sich die Frage, inwieweit die Kulturarbeit des Bundes Deutscher Mädel die Internalisierung dieser Denk- und Verhaltensmuster gefördert hat und ob vielleicht sogar in diesem Bereich ungewollt Freiräume für die Mädchen existierten. Es wird untersucht, wie durch die chronologische Entwicklung des BDM einerseits und dessen Weltanschauungs- und Erziehungsprogramm andererseits eine solche Kulturarbeit konstituiert wurde.
Aus dem Inhalt: Die geschichtliche Entwicklung des BDM - Versuch einer Elementarisierung der impliziten Erziehungsziele des BDM - Die Erziehung des «ganzen» Menschn im nationalsozialistischen Erziehungskontext - Der Dienst als Steuerungsmechanismus - Das nationalsozialistische Kulturverständnis - Die Kulturarbeit im BDM (u.a. Musik, Werken, Fest- und Feiergestaltung).