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Erfahrung und Dialektik

Die Identität des Bedeutungs- und des Verifikationsproblems als Schlüssel zu einem nicht-idealistischen Verständnis der dialektischen Philosophie

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Ulrich Gneiting

In der philosophisch-wissenschaftstheoretischen Diskussion des 20. Jahrhunderts lassen sich zwei gegenläufige Fragestellungen ausmachen: die Frage nach der Verifikation von Sätzen (Positivismusstreit) und die nach ihrer Bedeutung (Sprachphilosophie). Die vorliegende Arbeit vertritt die These, daß beide Fragen einander wechselseitig bedingen: die Verifikation hängt am Aufweis klarer Sätze, die Bedeutung an der Verifizierbarkeit. Mehr noch, in der konkreten Identität beider Positionen scheinen das synthetische Apriori Kants und die Dialektik Hegels auf. Dadurch wird ein Verständnis der Dialektik ermöglicht, das sich nicht im rein gedanklichen analytischen Aufweis von semantischen oder logisch- syntaktischen Widersprüchen von Positionen erschöpft, sondern den Erfahrungsbegriff in seiner ursprünglichen Intention zur Geltung kommen läßt.
Aus dem Inhalt: Die moderne Krise des Erfahrungsbegriffs - Kant und der Doppelcharakter der Erfahrung - Die Erfahrung des Bewußtseins bei Hegel.