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Fulbe und Deutsche in Adamaua (Nord-Kamerun) 1809-1916

Auswirkungen afrikanischer und kolonialer Eroberung

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Monika Midel

Zum Verständnis der Strukturen und Handlungsabläufe afrikanischer Gesellschaften gehören die Kenntnis ihrer Entstehung und Entwicklung, mithin auch die vor-koloniale und koloniale Zeit. Von diesem Grundgedanken ausgehend bietet die vorliegende Arbeit eine auf die Zeit von 1809 bis 1916 konzentrierte Gesellschaftsgeschichte der Region Adamaua, deren größter Teil im heutigen Nord-Cameroun liegt. Innerhalb von knapp 100 Jahren wurden die Bewohner dieses entlegenen Gebietes zweimal von fremden Eroberern überrannt, zunächst von den im Verlauf eines Djihads an Territorien und Menschen interessierten Fulbe, dann von den am Scramble for Africa beteiligten Deutschen. Die Fäden beider Eroberungen laufen in der Darstellung der Widerstandsformen zusammen, mit denen sich die unzufriedene Bevölkerung, aber auch Teile der Elite gegen Fremdbestimmung und Unterdrückung zur Wehr setzten.
Aus dem Inhalt: Ablauf und soziale Auswirkungen (Rückzug und Flucht, Kollaboration oder dezidierter Widerstand) der Eroberungen des Adamaua-Gebietes (heutiges Nord-Cameroun) durch die islamischen Fulbe und die deutsche Kolonialmacht.