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Ethnostratifikation im Sozialismus, aufgezeigt an den Beispielländern Ungarn und Rumänien

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Brigitte Mihok

Die vorliegende Untersuchung gibt sowohl auf theoretischer als auch auf soziologischer Ebene einen Einblick in die ethnischen Beziehungen und Interaktionen innerhalb sozialistischer Gesellschaftssysteme (1945-1985). Es zeigt sich, daß ethnische Konflikte in den Beobachtungsregionen - trotz Verheißung der Lösung nationaler Probleme - weiterhin vorhanden sind und sich im Phänomen der Ethnostratifikation kenntlich machen. Seit den 80er Jahren spitzen sich die ethnischen Probleme infolge der Verschlechterung der Wirtschaftslage und der unzureichenden Lösung von Modernisierungs- und Bürokratisierungsproblemen zu. Die Artikulation und Mobilisierung ethnischer Gruppen konnte wegen restriktiver Herrschaftsverhältnisse (1945-1985) nicht eintreten, was zur Folge hatte, daß Konfliktpotentiale nicht ausgetragen und vermindert, sondern lediglich 'unterdrückt' und unsichtbar gemacht wurden.
Aus dem Inhalt: Minderheitenkonstellation in Ungarn und Rumänien (historische Betrachtung) - Die sozialistische Transformation und Minderheitenpolitik - Die Realität der Ethnostratifikation in Ungarn und Rumänien zu Beginn der 80er Jahre - Theorien zur Erklärung von Ethnostratifikation.