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Die Sünden- und Gnadenlehre des Gregor von Rimini

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Manuel Santos Noya

Die moderne Theologie des 14. Jahrhunderts (Skotus, Ockham) entdeckte das Individuum und vertraute der moralischen Kraft des Menschen. Dagegen aber erhob sich Protest, in England durch Thomas Bradwardine, auf dem Festland durch den Pariser Magister Gregor von Rimini OESA (verst. 1358). Dieser befaßte sich mit dem späten Augustin und kam im Gegensatz zu seinen Zeitgenossen zu ganz anderen Lösungen. Seine Anthropologie ist herausfordernd antipelagianisch: Der Mensch, ein Gefangener seiner Ursünde, ist sündiger Natur und leistet deshalb nur Sünden. Allein was Gott ihm durch die Gnade zu tun aufgibt, ist moralisch gut. In der Anthropologie verwirklicht Gregor ein Stück reformatorischer Theologie vor der Reformation.
Aus dem Inhalt: Gott als die Grundbedingung des Menschen - Der Mensch und seine Unfähigkeit zum moralisch Guten - Natur und Freiheit - Der Streit um die Freiheit von Thomas von Aquin bis Gregor von Rimini - Die Notwendigkeit der Gnade.