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Theatrum Sacrum und symbolische Weltsicht

Der staufische "ludus de antichristo</I>

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Markus Litz

Die Frage nach den Querverbindungen zwischen der von symbolischem Denken geleiteten Weltsicht des Hochmittelalters und der besonderen Gestalt eines eschatologisch orientierten Theaterspiels, das die Antichristproblematik pointiert zuspitzt, bestimmt das vorliegende Buch. Der Autor unternimmt den in der bisherigen Literatur nur ansatzweise geleisteten Versuch, die Mannigfaltigkeit der geistigen Bewegungen des 12. Jahrhunderts aufzuzeigen, wie sie Eingang in die theatrale Gestalt des ludus de antichristo gefunden hat. Dabei erweist sich die religiöse Dimension als dominant: das Spiel ist als «Theatrum Sacrum» eine Veranschaulichung des Heiligen.
Aus dem Inhalt: Die Untersuchung gliedert sich in vier Teile: die Teile I - III sind grundlegender Natur; sie beschäftigen sich mit der spezifischen Bedeutung der Dichtung als Aussageform des mittelalterlichen Glaubens, entwerfen eine Genealogie der Antichristvorstellung und klären die politische und geistesgeschichtliche Situation im 12. Jahrhundert. Vor dem Hintergrund der gewonnenen Erkenntnisse arbeitet der IV. Teil in einer detaillierten Spieltextanalyse die Verschränkung von politischen und theologisch-liturgischen Denkkategorien heraus.