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Der nordamerikanische Diversionsansatz und rechtliche Grenzen seiner Rezeption im bundesdeutschen Jugendstrafrecht

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Udo Dirnaichner

Angesichts einer vielfach konstatierten «Untätigkeit des Gesetzgebers» wird die anhand von Statistiken ablesbare grundlegende Änderung der Erledigungsstrategien seitens der Jugendgerichtsbarkeit als Antwort auf die registrierte «Jugendkriminalität» oftmals mit der internationalen und damit auch «bundesdeutschen Karriere» des nordamerikanischen «Exportartikels» Diversion in einem inneren Zusammenhang gesehen. Eine kritiklose Übernahme des nordamerikanischen Diversionsansatzes in das bundesdeutsche Rechtssystem könnte allzu leicht einer gewissermaßen «exekutivischen Rechtsfortbildung» den Weg ebnen. Soll Diversion bei allem gutgemeintem Bemühen letztlich auch allein dem «Wohl» des Jugendlichen dienen, so kann diese Zielsetzung doch keinesfalls verfassungsrechtliche und/oder einfachgesetzliche Begrenzungen außer Kraft setzen. Problemfelder dieser rechtlichen Grenzen auszuleuchten, ist die Themenstellung der Arbeit.
Aus dem Inhalt: Erfassen des mit dem Schlagwort «Diversion» bezeichneten Phänomens - Eine Begriffs(er)klärung, zwanzig Jahre «Diversion» - (Zwischen)Bilanz einer Karriere sowie ihrer Grenzen und Gefahren, «ob» und «wie» des Weges in das bundesdeutsche Rechtssystem, rechtliche Grenzen einer Rezeption im Jugendstrafrecht.