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Die politische Ökonomie eines Allokationssystems

Jordanien und die internationale Arbeitsmigration seit 1973

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Gilbert Anderer

Die politische Ökonomie nahöstlicher Gesellschaften wird entscheidend geprägt durch die Zirkulationssphären. Abhängig vom Grad der staatlichen Verfügungsgewalt über die maßgeblichen Ressourcen, lassen sich direkte (die Ölstaaten) und indirekte (Empfänger von Hilfszahlungen, Migrantenüberweisungen) Rentier- bzw. Allokationssysteme unterscheiden und Hypothesen formulieren zur Struktur und Funktionsweise politischer Systeme. Entwicklungspolitische Neuorientierungen lassen sich im Rahmen dieses Ansatzes als abhängig von der Struktur und Entwicklung der Zirkulationssphäre beschreiben. Auf der Basis einer detaillierten empirischen Analyse des Migrationssystems von 1973 bis 1988, wird anhand exemplarischer Policyfelder (Konsum- und Investitionsverhalten, Urbanisierung, Arbeitsmarkt) die entwicklungspolitische Verarbeitung der Arbeitsmigration untersucht. Dabei werden spezifische Policymuster und ein systemtypisches Krisenmanagement herausgearbeitet.
Aus dem Inhalt: Entwicklungstheorie, Migration und Rentiersysteme: Ansätze und Fragestellungen - Das neopatrimoniale Allokationssystem - Das jordanische Migrationssystem: eine empirische Analyse - Die Ökonomie eines Allokationssystems - Der Einfluß der Arbeitsmigration auf die Ökonomie - Die Krise des Allokationssystems.