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«Die moralische Quadratur des Zirkels»

Zur Problematik der Macht in Elias Canettis Aphorismensammlung «Die Provinz des Menschen»

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Christiane Altvater

Die vorliegende Arbeit sieht in dem Aphorismenband «Die Provinz des Menschen» das Zentrum von Canettis Werk. Der neuralgische Punkt der Macht hat essentielle Bedeutung: Canettis Konzept der Macht ist universalistisch und umfaßt neben der biologischen Grundausstattung des Lebens auch Phänomene der Macht im geistigen Überbau, etwa in Wissenschaft, Dichtung und Religion. Der Versuch, Macht zu eliminieren, wenigstens aber einzudämmen, stellt den Autor vor die Aporie, daß auch Ohnmacht ständig in Macht umzuschlagen droht. Bevorzugte aphoristische Techniken sind Umkehrung, Umwertung und inhaltlich wie formal sehr variantenreiche Gedankenexperimente.
Aus dem Inhalt: Macht als Komponente des physischen Unterbaus: Der Mensch und sein Körper - Parallelschauplätze der Macht im ideologischen Überbau: Tod, Religion(en), Dichtung, Wissenschaft, Zeit und Geschichte.