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Süditalien im Zweiten Punischen Krieg

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Dirk-Achim Kukofka

Wenn auch die Schlachten von Cannae und Zama die Aufmerksamkeit auf sich ziehen, so war es doch das zähe Ringen in den Jahren dazwischen, in dem die eigentliche Entscheidung der Auseinandersetzung zwischen Rom und Karthago im Zweiten Punischen Krieg fiel. Während in den meisten Darstellungen die beiden Hauptkontrahenten im Mittelpunkt stehen, wird in der vorliegenden Studie auch die Rolle der Bevölkerung eines wichtigen Kriegsschauplatzes, Süditalien, ausführlicher untersucht. Bereits seit langer Zeit ausgetragene lokale Konflikte bestimmten die Parteinahme der griechischen Kolonisten und einheimischen Stämme ganz wesentlich. Unerläßlich für jede Arbeit über den Zweiten Punischen Krieg ist eine Wertung der inhomogenen Überlieferung. Hier wird ein Mittelweg zwischen allzu optimistischer Quellenscheidung und kritikloser Übernahme gewählt. Durch Isolierung der einzelnen Traditionsschichten entsteht eine verläßlichere Rekonstruktion des geschichtlichen Ablaufes und eine Vergleichsgrundlage für andere Quellenuntersuchungen.
Aus dem Inhalt: Bedeutung Süditaliens als Kriegsschauplatz - Verhältnis der süditalienischen Völker zu Hannibal - Auswirkungen der Rivalitäten zwischen griechischen Kolonien und einheimischen Stämmen - Unterscheidung der verschiedenen antiken Überlieferungen - Livius und Polybios - Annalistik.