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Die Ma'na - Theorie bei 'Abdalqahir al-Gurgani (gestorben 471/1079) Versuch einer Analyse der poetischen Sprache

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Mohamed Ait El Ferrane

Wenn Goethe in den Noten und Abhandlungen zum West-östlichen Divan sagt, «Wer den Dichter will verstehen, Muß in Dichters Lande gehen», meint er, daß wir uns orientalisieren müssen, wenn wir an den Produkten der orientalischen Dichter teilnehmen wollen, der Orient werde nicht zu uns herüberkommen. Erst der Ilm al-Ma'ani, die «Wissenschaft von den Bedeutungen», ermöglicht das tiefere Verständnis der arabischen Dichtung und Literatur. Der schwierige und vieldeutige arabische Begriff ma'na «Sinn, Bedeutung» wird hier anhand eines Standardwerkes der arabischen Literaturkritik, der Asrar al-Balaga «Geheimnisse der Wortkunst» des Abdalqahir al-Gurgani (gestorben 471/1079) untersucht, das Hellmut Ritter zur Übersetzung auserwählt hatte, da hier erstmals auf islamischem Boden ästhetische Urteile über Poesie psychologisch gegründet wurden.
Aus dem Inhalt: Einleitung - Ma na bei den arabischen Literaturtheoretikern bis zum Ende des 4./10. Jahrhunderts - Die Stellung der maziya oder Form und Inhalt - Die Formung des Ma na - Das verstandesgemäße und das phantastische Ma na - al-Gurgani und seine Nachfolger - Zusammenfassung und Schlußbetrachtung.