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Die historistische Erkenntnistheorie des jungen Herder

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Christiane Pohl

Das philosophische Denken Herders ist bisher kaum erforscht worden, obwohl es äußerst vielfältig ist und Einsichten eröffnet, die auch für unsere Zeit interessant sind. Die vorliegende Untersuchung wendet sich u.a. Herders Geschichts- und Sprachphilosophie, seiner Metaphysik und Ästhetik zu. Auf diesem Wege gelangt sie zu dem Ergebnis, daß unser Denken keinen notwendigen Prinzipien folgt und auch nicht von äußeren, von uns unabhängigen «Tatsachen» bestimmt wird. Vielmehr gründet es in einer jeweiligen historischen Lebenswelt. Was für uns wirklich ist, trägt ein sich geschichtlich wandelndes Gesicht und ist niemals absolut. Herder vertritt, wie die Untersuchung zeigt, diesen Gedanken bis zu der weitreichenden Konsequenz, daß uns die Kunst zwar eine andere, aber ebenso berechtigte Wirklichkeitsdeutung wie die Wissenschaft und Philosophie gibt.
Aus dem Inhalt: Herders Erkenntnistheorie - Sprachphilosophie, Anthropologie - Ontologie - Geschichtsphilosophie - Ästhetik- Metaphysik - Theologie - Autonomie der Dichtung.