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Weibliche Gottheiten in Ovids «Fasten»

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Martina Rothley

Die Fasten sind ein zu Unrecht unterschätztes Werk Ovids, das bisher meist als antiquarische Quelle benutzt wurde. Die vorliegende Studie hat sich daher die Analyse der Gestaltungsprinzipien zum Ziel gesetzt, denen Ovid beim Aufbau seiner Göttergestalten in Kult und Mythos folgt. Auswahlkriterien sind seine Vorliebe für Göttinnen und deren Bedeutung in augusteischer Religion und Dichtung. Die so ausgewählten Juno, Venus und Vesta werden mit ihren wichtigsten literarischen Vorlagen verglichen, um Ovids Originalität herauszustellen. Daneben wird die Umsetzung der varronischen theologia tripertita verfolgt. So lernen wir Ovid, das urban-frivole «enfant terrible» der Augusteer, von ganz anderer Seite kennen, nämlich als wissenschaftlich umfassend gebildeten Autor. Ziel der Studie ist die Rehabilitierung der Fasten als dichterisches Werk von Rang, dem durch die kalendarische Ausrichtung gestalterische Beschränkungen auferlegt sind.
Aus dem Inhalt: Juno, Venus und Vesta bei Ovids Vorgängern - Ovids literarische Darstellung des Juno-, Venus- und Vesta-Kultes und deren Mythen - Darstellungsmethoden und funktionale Gliederungskonzepte in den Fasten - Varros Konzept der theologia tripertita.