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Solipsismus in der Literatur des 20. Jahrhunderts

Untersuchungen zu Thomas Bernhards Roman "Frost,</I> Arno Schmidts Erzählung "Aus dem Leben eines Fauns</I> und Elias Canettis Roman "Die Blendung</I>

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Michael Madel

Ein Charakteristikum der Literatur des 20. Jahrhunderts ist die Darstellung vereinsamter Individuen, die auf die konfliktträchtige Konfrontation mit der Wirklichkeit mit dem Rückzug auf das private 'solus ipse' und der Errichtung einer der empirischen Realität kontrastierten Gegen-Welt reagieren. Diese Problematik des literarischen Solipsismus wird in der vorliegenden Studie anhand detaillierter Analysen von Werken Thomas Bernhards, Arno Schmidts und Elias Canettis ausgeleuchtet und in einen übergreifenden geistesgeschichtlichen und literarhistorischen Kontext eingebettet. Die Untersuchung der vielfältigen Aspekte des Solipsismus auf der Werk-, aber auch auf der Autor-Ebene gestattet es zudem, ein Diktum Adornos zu konkretisieren: «Alle Kunstwerke, und Kunst insgesamt, sind Rätsel».
Aus dem Inhalt: Solipsismus und Rätselcharakter: Thomas Bernhards Frost -Roman - Solipsismus und Selbstbehauptung des Individuums: Arno Schmidts Faun -Erzählung - Kritik des Solipsismus: Elias Canettis Roman Die Blendung - Subjektivität und Solipsismus - Solipsismus, Kunst und Künstler.