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Tor der Hoffnung

Vergleichsformen und ihre Funktion in der Sprache der Psalmen

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Hannelore Jauss

Die christliche Theologie- und Geistesgeschichte kommt ohne Vergleiche nicht aus. Dies gilt in besonderem Maße für die Christologie. «Sehet! Wen? Den Bräutigam! Sehet! Wie? Als wie ein Lamm!» Das Besondere im Text der Bachschen Matthäuspassion ist nicht, daß etwa die Christus-Metapher «Lamm» fremd oder zu vermeiden gewesen wäre. Vielmehr wird sie durch den ausdrücklichen Vergleich erst recht ins Bewußtsein gehoben: die Über-Tragung wiederholend, den Vor-Gang vertiefend. - Auf diesem Hintergrund will die vorliegende Studie 1) die Vergleiche in den Psalmen im Kontext der Disziplinen Rhetorik, Sprachgeschichte, Hermeneutik, Theologie und Poetik auf ihre funktionale Bestimmung hin untersuchen, 2) als Ertrag der Auseinandersetzung mit der Metaphern-Diskussion von Sprachwissenschaftlern und Theologen die auftretenden Vergleichsformen klar definieren: der einfache Vergleich, der metaphorische Vergleich und die Metapher, 3.) darstellen, wie sich die einzelnen Vergleichsformen zu der für denselben Vergleichs-Spender bereits vorhandenen Metapher verhalten und umgekehrt.
Aus dem Inhalt: Einordnung des Vergleichs: Der Aspekt im Kontext der Rhetorik, der Sprachgeschichte, der Hermeneutik, der Theologie, der Poetik - Zuordnung des Vergleichs: Einfacher Vergleich, metaphorischer Vergleich, Metapher - Exegese der ausgewählten Vergleichs-Spender: Licht, Schatten, Feuer, Wasser, Berg, Staub, Pfeil, Schafe - Ergebnis: Konkretisierung mit Psalm 23.