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Liebesdrang als Konstitutionsprinzip von Lebenswelt

Ein soziologischer Beitrag zur Konstituierung von Wirklichkeit

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Roswitha Schumann

In der Tradition von Husserl und Schütz konstituiert sich Lebenswelt als gewußte und bewußte Welt. Die vorliegende Studie erweitert das Konzept dahingehend, daß sie vor aller sinngebenden Erfahrung von Wirklichkeit Liebesdrang zu Welt als Ursprung setzt. Denn vor der die Welt ordnenden Vernunft ist das die Welt in Lebendigkeit hervorbringende Lieben. Es ist «die Kunst des Eros, durch welche alles Lebende entsteht und gebildet wird» (Platon). Anknüpfend an Max Webers Kritik der Moderne legt ein solches Konzept, mit Scheler und Simmel, den höchst unsicheren Untergrund von Rationalität und Rationalisierung offen und belegt damit einmal mehr, wie eine rationale Lebensführung auf die Verdrängung alles Nichtrationalen angewiesen ist.
Aus dem Inhalt: Konstituierung von Lebenswelt - Affektuelle Zweckirrationalität - Asketische Weltbearbeitung - Rationalisierung und Nichtvernüftiges - Religiöse Angstaffekte - Berufsarbeit als Lebensgebot - Triebkraft - Lieben - Weltaneigunung.