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Verlängerte Studienzeiten

Einzelfallstudien von Studenten der Erziehungswissenschaften an der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck

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Arthur Friedrich

Der Ruf nach weiterer Reglementierung der Studiengänge wird immer lauter. Langzeitstudenten als Leistungsverweigerer scheinen nur noch auf diesem Weg zu einer ökonomischen Studienorganisation motivierbar zu sein. Ein erfolgversprechendes Konzept zur Lösung der damit verbundenen Probleme sollte allerdings nicht nur Vermutungen über die «Langzeitstudenten» enthalten, sondern möglichst viele Erklärungsfaktoren berücksichtigen. Hierbei haben die Erfahrungen der betroffenen Studenten entscheidende Bedeutung. Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, aus der Sicht der Studenten Hintergründe für Studienverläufe aufzudecken. Wie stellen sich die Studenten der Universität, welche Ereignisse führen zu Erfolgen, welche zu Mißerfolgen, welche zu Krisen und welche Chancen beinhalten sie? Anhand mehrerer ausführlicher Biographieanalysen wird die Diskrepanz zwischen wahrgenommenen oder vermuteten Anforderungsstrukturen der Universität und der eigenen Auseinandersetzung mit diesen Gegebenheiten deutlich. Krisenhafte Momente in allen Lebensbereichen des Studentenlebens zeigen lebensgeschichtliche Plausibilität in Bezug auf Studienentscheidungen wie Verzögerungen, Unterbrechungen oder Wiederaufnahmen.
Aus dem Inhalt: Hochschulsozialisation - Studienverlauf - Kritische Ereignisse - Scenarien des Langzeitstudiums - Auswirkungen abwertender Zuschreibungen auf das Selbstbild der Betroffenen - Der neue Studententypus - Präventive Maßnahmen - Interaktive Seminarkommunikation - Hochschuldidaktische Konsequenzen.