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Die Völkermission im Markusevangelium

Eine redaktionsgeschichtliche Untersuchung

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Zenji Kato

Am Anfang der Untersuchung stand das Interesse an einem oft erwähnten, aber nicht eingehend behandelten Thema des Markusevangeliums: die Heidenmission. Aus der redaktionsgeschichtlichen Untersuchung der Einzeltexte ergibt sich, dass das Thema nicht nur in einzelnen Perikopen, sondern im gesamten Entwurf des Markusevangeliums eine massgebende Rolle gespielt hat. Die Geschichte Jesu ist dort dargestellt als Geschehen zwischen Gott und Israel angesichts des anbrechenden Endes und bringt durch die Tötung Jesu die Abschaffung des heilsgeschichtlichen Vorrechts Israels und die Eröffnung des Heils für alle Völker. Das Evangelium erweist sich zugleich als eine auf die Entstehung der nachösterlichen Kirche und die Vollendung des Reiches Gottes in der Parusie Jesu zielende Geschichte. Die Jünger Jesu spielen dabei als Antagonisten der Führer Israels eine sehr wichtige Rolle.
Aus dem Inhalt: Die Evangeliumsverkündigung Jesu in Galiläa (Mk 1-6) - Das Wirken Jesu unter den Heiden (Mk 7-8) - Das Auftreten Jesu in Jerusalem (Mk 11-12) - Die Zukunft bis zur Endvollendung (Mk 13) - Die Tötung Jesu als Wende in der Heilsgeschichte Gottes.