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Mystisches Erleben im Werk Günter Eichs

Ein Beitrag zur Erforschung der Beziehungen zwischen Mystik und Literatur

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Bernhard Schäfer

Im Blick auf die 70er und 80er Jahre unseres Jahrhunderts wird vielfach von einer zuvor kaum erwarteten «Renaissance der Mystik» gesprochen. Dabei ist unverkennbar, daß dieser Begriff häufig in fragwürdiger Weise verwendet und vermarktet wird. Von seiten der Literaturwissenschaft scheut man sich meist, einem möglichen Zusammenhang zwischen Literatur und Mystik nachzugehen, um den Boden einer vermeintlich objektiven Wissenschaftlichkeit nicht zu verlassen. Einer solch ablehnenden Haltung hinsichtlich der Erforschung von Mystik steht andererseits eine völlig unkritische «Mystik-Mode» gegenüber, die sich für alles interessiert, was dunkel und geheimnisvoll ist. Beiden Einstellungen gegenüber erscheint es wichtig, die Bedeutung der Mystik bzw. des mystischen Erlebens im Denken und Schaffen eines als besonders kritisch geltenden zeitgenössischen Schriftstellers herauszuarbeiten. Damit soll einer Verharmlosung ebenso wie einer Verteufelung der Mystik entgegengewirkt und eine sachgerechte Beurteilung dieses Phänomens ermöglicht werden.
Aus dem Inhalt: Eich in der Tradition der abendländischen Mystik - Eichs Sprachtheologie - Mystisches Erleben als Motiv in Eichs Werk - Eichs mystische Initiation und Berufung - Eichs «Wendung gegen sich selbst» als Folge seiner mystischen Berufung - Produktion und Rezeption «mystischer Texte».