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Hochdeutsch als Zweitsprache

Spracherwerb von thailändischen Immigrantinnen in der Schweiz

Korakoch Attaviriyanupap

«ich mut hm lesen geles gelies gelies wat lesen»
Dieses Zitat – von einer Informantin aus der vorliegenden Studie geäussert – illustriert, wie schwierig der Erwerb des deutschen Verbsystems für Thailänderinnen ist.
Die Querschnittstudie untersucht, wie in der Schweiz thailändische Immigrantinnen das Hochdeutsche erlernen. Wegen der diglossischen Situation in der Schweiz wird das Erlernen des Hochdeutschen zu einer Mischform aus gesteuertem und natürlichem Zweitspracherwerb. Der empirische Teil dieser Studie – die erste Studie überhaupt zum Erwerb des Hochdeutschen durch Thailänderinnen in der Schweiz – beruht auf der Analyse von Verbformen in mündlichen Äusserungen der Informantinnen. Hauptanliegen der Arbeit ist neben der Beobachtung des Erwerbsprozesses auch die Suche nach geeigneten Methoden zum Erhalt und zur Auswertung von mündlichen Äusserungen. Es wird ein neues Verfahren vorgestellt, das erlaubt, anhand von quantitativen wie auch qualitativen Analysen der geäusserten Verbformen die unterschiedlichen Erwerbsstadien der Informantinnen festzustellen. Diese Studie soll deshalb nicht nur einen Beitrag zur Zweitspracherwerbsforschung liefern, sondern auch den Weg für weitere Forschungen im Hinblick auf den Deutscherwerb von thailändischen Immigrantinnen ebnen.
Aus dem Inhalt: Vergleich der thailändischen und der deutschen Sprache – Theoretische Ansätze und Untersuchungen zum Zweitspracherwerb – Methodologische Ansätze zur Datengewinnung – Das Datenerhebungsverfahren – Die Informantinnen – Zum Korpus – Ergebnisse der Analyse: Überblick über die untersuchten Verbformen - Erwerb der Verbflexion - Erwerb der verbalen Kategorien - Erwerb der Verbstellung - Erwerb der Finitheit - Erwerbsstufen bei den thailändischen Informantinnen - Korrelation zwischen dem Erwerbsniveau und sozialen Daten – Hochdeutscherwerb durch thailändische Immigrantinnen in der Schweiz.