Show Less
Restricted access

Ein «Rechtskatholik» zwischen Kreuz und Hakenkreuz:-Franz von Papen als Sonderbevollmächtigter Hitlers in Wien 1934-1938

Series:

Franz Müller

Die vorliegende, 1988 in Österreich mit dem Ludwig-Jedlicka-Gedächtnis-Preis ausgezeichnete Studie behandelt eines der zentralen Themen der frühen Außenpolitik des «Dritten Reiches», nämlich die Bemühungen um einen «Anschluß» Österreichs. Die konkrete Politik Franz von Papens, des Reichsvertreters in Wien, wird auf der Grundlage neuen Quellenmaterials zum erstenmal systematisch dargestellt. Dabei werden die erstaunlich vielfältigen Bemühungen Papens verdeutlicht, einerseits die österreichische Gesellschaft auf den Zusammenschluß mit dem «Dritten Reich» vorzubereiten und andererseits die Regierung in Wien außenpolitisch zu isolieren. Auf diese Weise kann die zentrale Frage nach den Gestaltungsmöglichkeiten von Hitlers Mann in Wien beantwortet werden. Besonderes Augenmerk legt die Studie auf die gesellschaftspolitische Einbettung des «rechtskatholischen» Politikers Papen, der mit seinen weitreichenden Verbindungen in Industrie und Landwirtschaft das Regierungsbündnis vom 30.1.1933 herbeiführte und zu stabilisieren suchte. So leistet diese Studie nicht nur einen Beitrag zur frühen NS-Außenpolitik, sondern auch zur wissenschaftlichen Erarbeitung einer Biographie Papens, die bis heute noch aussteht.
Aus dem Inhalt: Der Weg zum 30.1.1933 - Papen als «Stellvertreter des Reichskanzlers» - Papens Sondermission in Wien: Diplomatische Bemühungen zur Gleichschaltung Österreichs und Einflüsse auf die österreichische Gesellschaft - Das Juliabkommen - Forcierung des «Evolutionskonzeptes» - Berchtesgadener Abkommen.