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Baupläne deutscher Novellen und Romane von der Klassik bis zur Moderne

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Ursula Kilian

Entgegen den bisherigen Vorstellungen der Literaturwissenschaftler haben auch nach dem Barock bis hin zur Moderne die meisten Autoren von Novellen oder Romanen Prosadichtungen mit erkennbaren Bauplänen geschaffen. In der vorliegenden Arbeit wird an 29 Werken von 12 Autoren gezeigt, wie die Baupläne von Prosadichtungen aufgedeckt und exakt beschrieben werden können. Novellen und Romane von Goethe bis Thomas Mann wurden unter textrelevanten Aspekten in sinnzusammengehörige Abschnitte unterteilt und in diesen dann die Sätze, Absätze oder Kapitel gezählt. Auf diese Weise offenbarten sich in fast allen untersuchten Werken Baupläne mit in Zahlen faßbaren regelmäßigen oder symmetrischen Strukturen. Es wird deutlich, daß die Baupläne nicht nur Zutat sind, sondern eng mit Textinhalt und -aussage zusammenhängen. Folglich muß die Meinung von der Formlosigkeit bestimmter Dichtungen revidiert werden. Außerdem sind Konsequenzen für die Textedition zu ziehen.
Aus dem Inhalt: Novellen von Kleist, E.T.A. Hoffmann, Eichendorff, Gotthelf, Droste-Hülshoff, Storm, Raabe, Thomas Mann - Romane von Goethe, Gotthelf, Fontane, Raabe, Hesse, Thomas Mann.