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Das Ende des Mythos Sozialismus

Vom Scheitern der sozialistischen Politik und Theologie

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Andreas Maria Thomas

Mit dem Zusammenbruch der kommunistischen Regime ist die wissenschaftliche Diskussion um die Zukunft des Sozialismus zu einem abrupten Ende gekommen. Die vorliegende Studie will sie wieder beleben und arbeitet in ihrem ersten Teil die historisch wirksamen Elemente dieser politischen Idee heraus. Dabei wird deutlich, daß der Sozialismus sein erfolgreichstes Wirkungsgebiet in der religiösen Sphäre des Menschen gefunden hatte. Als sein Scheitern als wissenschaftliche Theorie der Politik und Ökonomie absehbar wurde, versuchte er sich als wissenschaftliche Methode der Theologie zu etablieren. Die Befreiungstheologie, die im zweiten Teil des Buches analysiert wird, ist daher weniger eine neue Art, Theologie zu treiben, als die unwiderruflich letzte Art, Sozialismus zu treiben. Ihr Scheitern als christlich-revolutionäre Praxis zur Befreiung der Armen ist ebenso Gegenstand der Untersuchung wie die grundsätzliche Problematik des Sozialismus, der seine mythischen Voraussetzungen wissenschaftlich zu begründen versucht.
Aus dem Inhalt: Das Jahr 1989 und der Sozialismus - Genesis eines politischen Mythos - Das Vermächtnis des Karl Marx - Der Marx-Mythos - Entstehungskontext der Befreiungstheologie - Die neue theologische Methode - Befreiungspraxis in Nicaragua - Die sozialistischen Mythen in der Befreiungstheologie - Christentum und Sozialismus.