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Das Lernen angehender Lehrpersonen

Eine empirische Untersuchung an der Pädagogischen Hochschule Zürich

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Esther Ruffo

Diese empirische Untersuchung liefert erstmals Antworten auf die Frage, ob angehende Lehrpersonen wirksame Lernstrategien kennen und anwenden. Die im Zentrum stehende Online-Befragung verfolgt zwei Ziele: Erstens erhalten die Teilnehmenden Auskunft über ihr persönliches Lernprofil und damit über ihre Stärken und Schwächen beim Studieren. Zweitens liefert eine Datenanalyse Befunde, inwiefern sich eine Grossgruppe von Studierenden zeitgemässer Formen wirksamen Lernens bedient.
Damit schliesst die Studie eine Forschungslücke. Die idealtypische Vorstellung, dass mit höherem Bildungsgrad automatisch eine höhere Lernkompetenz vorausgesetzt werden kann, ist weit verbreitet. Diese Erwartung wird empirisch kaum überprüft, obwohl das Lernverhalten Erwachsener im Tertiärbereich zunehmend als Ressource erkannt ist. In der Ausbildung von angehenden Lehrpersonen erhält das Lernenlernen im Studium eine wachsende Bedeutung. Unterrichten kann vor allem erfolgreich, wer selbst über eine vertiefte Lernkompetenz verfügt, um im Schulalltag Lernprozesse unterschiedlicher Art zu orchestrieren, zu analysieren, zu steuern und zu begleiten.
Inhalt: Lernkompetenz als Ressource einer Bildungsinstitution – Lehrerbildung und Wirksamkeit – Zentrale Bedeutung selbstgesteuerten Lernens in der Lehrerbildung – Selbstgesteuertes Lernen im Tertiärbereich: Forschungsstand und Forschungslücke – Lerntheoretische Integrationsmodelle selbstgesteuerten Lernens – Befunde der Untersuchung widerlegen idealtypische Erwartungen – Motivation und Ressourcenorientierung als Stärken der Befragten – Unterdurchschnittliche Anwendung von kognitiven Lernstrategien – These: Konkretisierung des Lernenlernens im Studium an Pädagogischen Fachhochschulen.