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Linguistisches Wissen im Wechselspiel von Regel, Inventar und Heuristik

Beim Einsatz digitaler Rechner für die Untersuchung von Texten, insbesondere bei der Analyse deutscher Nominalkomposita

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Raimund Drewek

Die Technik der Darstellung menschlichen Wissens im Computer entwickelt sich mit bemerkenswerter Geschwindigkeit. Das Expertenwissen der LinguistInnen wird dadurch einer symbolisch orientierten, maschinellen Bearbeitung zugänglich:
Kann gezeigt werden, wie linguistisches Fachwissen auf dem Rechner repräsentiert wird und dabei erweiterbar bleibt? Wie ist das bestehende Buchwissen dabei einzubeziehen? Wie könnte das Strukturmodell eines «linguistischen Experten» aussehen? In welcher Werkzeugsprache kann das Operieren mit Inventaren, Regeln und Heuristiken menschenlesbar und doch direkt komputabel formuliert werden? Welche Auswirkung hat dies auf die linguistische Erkenntnisfindung?
Unter der Beschränkung auf die Nominalkomposita des Deutschen wird die Wechselwirkung von wissensbasiertem Arbeiten und klassisch deskriptiver Linguistik auf Forderungen, Chancen und Konsequenzen hin abgetastet - mit Skepsis und verhaltenem Optimismus zugleich.
Aus dem Inhalt: U.a. Wissen und Algorithmus - Wissensrepräsentation - Textanalytische Methoden - Reverse Knowledge Engineering - Nominalkomposita im Deutschen - Netzwerk und linguistische Operationen - Glossar zu Sprachdatenverarbeitung.