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Die Europäische Gemeinschaft und der Rat für Gegenseitige Wirtschaftshilfe - Multilaterale Diplomatie oder Blockpolitik?

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Ilka Bailey-Wiebecke

Wie werden sich die Beziehungen EG/RGW in der Zukunft entwickeln? Warum sind die offiziellen Beziehungen zwischen EG und RGW erst im Juni 1988 zustande gekommen? Das Buch geht diesen Fragen nach und analysiert das Auftreten von EG und RGW in verschiedenen multilateralen Foren (KSZE, VN/ECE und den verschiedenen Phasen der Verhandlungen zwischen EG und RGW). Bereits Anfang der achtziger Jahre bahnte sich eine Annäherung EG/RGW an, das endgültige Resultat sollte jedoch erst nach einer Unterbrechung von circa fünf Jahren ausgehandelt werden. Die Untersuchung verfolgt die Vorgeschichte dieser Beziehungen bis in die fünfziger Jahre zurück, die von gegenseitiger Feindseligkeit gezeichnet waren, in der es jedoch bereits gelegentliche Kontakte unter der Anerkennungsschwelle gab. Die Bemühungen um eine Normalisierung der Beziehungen EG/RGW sind auch im Zusammenhang mit Gorbatschows Reformpolitik (Perestroika) zu sehen. Wie kam es zu den ersten Schritten in dem Anerkennungsprozeß und wie wichtig ist er für beide Seiten? Die Hauptprobleme für die EG und den RGW bestehen zur Zeit darin, den «parallelen Ansatz» in der Herstellung der bilateralen Beziehungen (der EG mit einzelnen osteuropäischen Ländern) und der direkten Kontakte zwischen den Integrationsräumen gleichzeitig voranzutreiben. Einige der Bereiche, die für die direkten Beziehungen geeignet erscheinen, könnten zu Überschneidungen mit dem bereits bestehenden Arbeitsprogramm der VN/ECE führen.