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Tradition und Pragmatik in Bonvesins «De Magnalibus Mediolani»

Studien zur Arbeitstechnik und zum Selbstverständnis eines Mailänder Schriftstellers aus dem späten 13. Jahrhundert

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Barbara Sasse Tateo and Universität Münster

Das Städtelob «De Magnalibus Mediolani» des Mailänder Grammatiklehrers Bonvesin da la Riva aus dem Jahre 1288 nimmt innerhalb seiner Gattung eine besondere Stellung ein, indem es die Geschichte der Stadt ungewohnt ausführlich behandelt und zugleich in fast singulärer Weise anhand konkreter Zahlen detailliert über die zeitgenössischen Lebensverhältnisse in der lombardischen Metropole berichtet. Ausgehend von der persönlichen Stellung des Autors, als privater Schulmeister wie als Humiliat, arbeitet die Studie heraus, wie die neue Art der Wirklichkeitserfassung und die Arbeitstechnik Bonvesins auch in seinem Umgang mit der Geschichtsüberlieferung ihren Niederschlag finden. Die ganz spezifische Verbindung von historischer Erinnerung und Gegenwartsinteresse werden aus dem Anliegen des Autors, einer Wirkungsabsicht in seiner Gegenwart, erklärt.
Aus dem Inhalt: Schulen und Bildungszustände in Oberitalien im 13. Jahrhundert - Bonvesins Umgang mit historiographischen Quellen und sein Verständnis von der Tradition seiner Heimatstadt - Die Einflüsse der Kommune und ihrer inneren Organisation auf die stadtgeschichtliche Literatur (die Anfänge «statistischer» Berechnungen).