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«Das ist Hartnäckigkeit in einer verwerflichen Sache; sie selbst nennen es Treue»

Literatursoziologische Untersuchungen zum Nibelungenlied

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Hilde Hansen

Dem Nibelungenlied wird in der Forschung häufig eine Sonderstellung in seinem literarischen Umfeld zugeschrieben. Die vorliegende Studie setzt demgegenüber einen aktuellen Zeitbezug voraus und versucht, ihn durch die literatursoziologische Methode zu konkretisieren. Die textimmanente Analyse bestätigt zunächst die einheitliche Gesamtkonzeption des Nibelungenliedes, aber auch die offene Mehrschichtigkeit seiner Aussage. Erst durch die Einbeziehung der außerliterarischen Realität um 1200 und besonders durch die Einordnung des Werkes in die ideologische Kontroverse zwischen Kirche und Rittertum läßt sich seine zeitspezifische Aussageabsicht rekonstruieren.
Aus dem Inhalt: Literatursoziologie als Methode/Entwicklung eines Anwendungsmodells - Historische Grundlagen um 1200 - Textimmanente Analyse des Nibelungenliedes und seiner Struktur - Das Nibelungenlied als Gesamtkonzeption: Desillusionierung der ritterlichen Utopie/Bestätigung des ordo.