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Und das psychologische Laboratorium muss der Ausgangspunkt pädagogischer Arbeiten werden!

Zur Institutionalisierungsgeschichte der Psychologie von 1890 bis 1933

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Monika Schubeius

Die naturwissenschaftlich-experimentelle Erforschung von Bewußtseinsphänomenen Ende des 19. Jahrhunderts steht am Beginn des Institutionalisierungsprozesses der Psychologie. Der Aufbau und Ausbau der Teildisziplinen pädagogische Psychologie, differentielle Psychologie und Entwicklungspsychologie als «Psychologie für Pädagogen» schuf durch den Nachweis der gesellschaftlichen Nützlichkeit des Faches die Voraussetzung zur Emanzipation der Psychologie von ihrer «Mutterwissenschaft», der Philosophie. Forschungsinhalte und Lehre innerhalb dieser Teilbereiche lassen sich zudem in einen engen Zusammenhang mit den gesellschaftlichen Interessenlagen im späten Kaiserreich, im Ersten Weltkrieg und in der Weimarer Republik bringen. Der Darstellung dieses Zusammenhanges kommt ein besonderer Stellenwert zu.
Aus dem Inhalt: Anfänge der Fachentwicklung bis zur Jahrhundertwende - Bildungspolitische Rahmenbedingungen der Kaiserzeit - Aufbau und Ausbau pädagogischer Forschungsrichtungen bis zum Ende des Ersten Weltkrieges - Bildungspolitische Rahmenbedingungen der Weimarer Zeit - Weiterentwicklung pädagogisch-psychologischer Forschungsrichtungen und ihre Bedeutung für die Schulenrichtungen - Folgen der nationalsozialistischen Machtergreifung.