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Die Sprache des Patriarchats

Sprache als Abbild und Werkzeug der Männergesellschaft

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Michael Hausherr-Mälzer

Der historisch-vergleichende Teil der Untersuchung zeigt, daß die bis heute mindestens fünf Jahrtausende lang währende gesellschaftliche Vorherrschaft des Mannes im indoeuropäischen Raum umfangreichen sprachlichen Niederschlag gefunden hat. Sexistische Sprachmerkmale als Reflex auf gesellschaftlichen Sexismus sind bis in die Vorzeit hinein nachweisbar. Anhand eines um zahlreiche außerindoeuropäische Idiome erweiterten Sprachenkorpus wird - bei besonderer Berücksichtigung der pragmatischen Dimension - sodann der Versuch einer phänomenologischen Systematisierung sprachlicher Sexismen unternommen. Eine kurze Darstellung der in der feministischen Linguistik diskutierten Reformmöglichkeiten für das Deutsche schließt die Untersuchung ab.
Aus dem Inhalt: Das indoeuropäische Vaterrecht in seiner sprachlichen Manifestation - Asymmetrie als Strukturmerkmal - Frauen- und Männersprachen - Sexus und Genus - Möglichkeiten emanzipatorischen Sprachwandels.