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Die «action civile» im französischen Strafverfahren

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Stefan Gewaltig

Die Rechtsstellung, die die deutsche Strafprozeßordnung dem Deliktsopfer gegenwärtig einräumt, wird von vielen als insgesamt unbefriedigend angesehen. Es hat deshalb in den letzten Jahren nicht an Reformvorschlägen gefehlt. Erheblich umfangreicher sind die Beteiligungsrechte des Verletzten im französischen Strafverfahren. Diese Rechte sind in Frankreich - anders als bei uns - in einem einzigen Institut geregelt, der sogenannten action civile. Diese action civile wird im ersten Teil der vorliegenden Arbeit ausführlich dargestellt. Im zweiten Teil wird dann der Frage nachgegangen, welche Erkenntnisse für die deutschen Reformbestrebungen der vergleichenden Betrachtung des französischen Rechts abgewonnen werden können. Dabei wird auch berücksichtigt, welche Erfahrungen die französische Rechtspraxis mit der action civile gemacht hat.
Aus dem Inhalt: Zulässigkeit der action civile - Die einzelnen Formen der action civile - Mißbrauch der action civile - Die Bedeutung der action civile in der Praxis - Die action civile und die deutschen Reformvorschläge: einheitliche Verletztenstellung - Abschaffung der Privatklage - Erweiterung der Klageerzwingung - Änderung des Adhäsionsverfahrens.