Show Less
Restricted access

Das Bild des Bürgertums in Jakob Wassermanns 'Andergast-Trilogie'

Series:

Esther Schneider-Handschin

In der vorliegenden Arbeit wird der Versuch unternommen, Wassermanns Trilogie einer epochenbezogenen, sozialhistorischen Betrachtungsweise zu unterziehen, um so einerseits die epochale Repräsentanz, andererseits die beeindruckende Komplexität sowie Entwicklungszüge, die Wassermann im allgemeinen von der Forschung abgesprochen werden, herauszuarbeiten.
Bemerkenswert ist, dass der sozio-ökonomische Verfall des Bildungsbürgertums nur eine marginale Rolle spielt. Denn der Blickwinkel des Autors bleibt wie derjenige Musils, Brochs und Th. Manns auf die Konsequenzen des Zerfalls des tradierten christlich-bürgerlichen Werte- und Normensystems fixiert.
Aus dem Inhalt: U.a. Die Stellung des Schriftstellers in der Massengesellschaft - Probleme des Wertezerfalls - Der ökonomische Verfall - Krankheit und Tod als Verfallsmetaphern - Jüdische Exponenten und die Judenfrage.