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Freund oder Feind?

Die Deutschen in Frankreich 1940 - 1944

Gaspard L. Pinette

Der den kurzen Westfeldzug abschließende Waffenstillstand wurde von der französischen Regierung als «hart, aber nicht unehrenhaft» bezeichnet. Er schien eine neu Ära der Verständigung einleiten zu können. Diese «Kollaboration» fand auf beiden Seiten Anhänger. Franzosen erhofften die verlorene Größe ihres Landes an der Seite Deutschlands wiederherzustellen. Viele Deutsche glaubten, nur mit Hilfe eines verbündeten Frankreich das unbesiegte Großbritannien zum Frieden zwingen zu können. Voraussetzung dafür war die Überwindung aller, besonders auf Seiten der Partei gehegten, ideologischen Vorurteile. Der deutsche Diktator aber sah in der Kollaboration nichts anderes als einen «grandiosen Betrug», zu dem ihn seine faschistischen Freunde in Italien und Spanien drängten. Daran mußte der Versuch, aus dem früheren Feind einen Freund zu machen, scheitern.
Der Zwiespalt in der deutschen Haltung gegenüber Frankreich führte zu tiefgreifenden Spannungen zwischen Militär und Partei, die ihren letzten Ausdruck in der Verweigerung des Befehls, die Stadt Paris zu zerstören, ihren dramatischen Abschluß fand.
Aus dem Inhalt: Westfeldzug 1940 und Waffenstillstand - Wehrmacht und französisches Volk - Der Alltag im besetzten Land - Die Kollaboration - Gespräch Hitlers mit Pétain und Franco - De Gaulle und Widerstand - Die Résistance - Terror und Gegenterror - Befreiung - Das Drama von Paris.