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«Lebenswelt» bei Adalbert Stifter

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Stefan Braun

Mehr und mehr gelingt es der Germanistik, die Prosa Adalbert Stifters vom Verdikt betulich-erbaulicher Langeweile zu befreien. Hierzu will auch diese Arbeit beitragen. Sie versucht, Stifters Erzählungen hinsichtlich Darstellungsformen und -inhalten von der Lebenswelt-Phänomenologie in der Tradition Edmund Husserls her aufzuschließen. Hier wie dort verwandelt sich der Blick auf die Alltagswelt durch deren Thematisierung. Diese führt bei Stifter zu einer spezifischen Darstellung von Entfremdung und trägt damit ein neues Konfliktpotential in die Erzählliteratur des 19. Jahrhunderts hinein.
Aus dem Inhalt: Dialektik von Lebenswelt und Fremde - Detailirrationalismus - Entborgene Geborgenheit - Transparenz des Gewöhnlichen zur Katastrophe - Unterhöhlter Alltag.